Hocoma zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Reha-Robotik für die neurologische Rehabilitation. Über eine bidirektionale Anbindung an den Device Connector sendet der Datico® LIFE HUB per Order-Entry Aufträge an das Hocoma-System und erhält Ergebnisse samt Ergebnis-Report automatisiert zurück – bis in das Klinikinformationssystem.
Herausforderung
Gerätegestützte Robotik-Therapie liefert präzise Ergebnisse, doch der durchgängige Datenfluss fehlt: Aufträge werden manuell angestoßen, Ergebnisse manuell übertragen, Reports getrennt abgelegt – mit Medienbrüchen zwischen Therapie, Auswertung und Klinikdokumentation.
Lösung
Über eine bidirektionale Schnittstelle zum Device Connector sendet der Datico® LIFE HUB per Order-Entry Aufträge, erhält Ergebnisse und Ergebnis-Report automatisiert zurück und übergibt sie über den KIS Connector an das Klinikinformationssystem.
Ergebnis
Ein durchgängiger, automatisierter Ablauf von der Auftragsvergabe über die Therapie bis zur klinischen Dokumentation – mit Verlaufsanalysen und Referenzvergleich als belastbare Entscheidungsgrundlage.
Hocoma-Integration: Reha-Robotik in den klinischen Datenfluss holen
Mit der Anbindung von Hocoma erweitert der Datico® LIFE HUB seine Möglichkeiten in der robotergestützten Rehabilitation. Das Besondere: Die Integration ist bidirektional. Über Order-Entry sendet Datico® Aufträge an das Hocoma-System und erhält nach der Durchführung die Ergebnisse und den Ergebnis-Report automatisiert zurück – bereit zur Auswertung und zur Weitergabe an das Klinikinformationssystem.
Damit wird aus einem Therapiesystem ein durchgängig integrierter Baustein des klinischen Ablaufs.
Was ist Hocoma?
Die Hocoma AG mit Sitz in der Schweiz gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Technologien für die Bewegungsrehabilitation. Die Systeme werden vor allem in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt.
Zum Portfolio zählen unter anderem Lokomat (Gang & Balance), Armeo (Arm & Hand), Erigo (Frührehabilitation) und Andago. Die Geräte unterstützen eine intensive, wiederholbare und objektiv messbare Therapie – und erzeugen dabei wertvolle Bewegungs- und Leistungsdaten.
Herausforderung: Robotik-Ergebnisse bleiben isoliert
Gerätegestützte Robotik-Therapie liefert präzise, gut dokumentierbare Ergebnisse. In der Praxis fehlt jedoch häufig der durchgängige Datenfluss: Aufträge müssen manuell angestoßen, Ergebnisse manuell übertragen und Reports getrennt abgelegt werden. Das kostet Zeit und erzeugt Medienbrüche zwischen Therapie, Auswertung und Klinikdokumentation.
Gerade im klinischen Umfeld ist ein durchgängiger, automatisierter Ablauf entscheidend – von der Auftragsvergabe bis zur Übergabe an das KIS.
Die Datico®-Lösung: bidirektional über den Device Connector
Die Anbindung erfolgt über eine bidirektionale Schnittstelle zum Device Connector des Datico® LIFE HUB.
Über Order-Entry gibt Datico® konkrete Aufträge an das Hocoma-System aus. Nach der Messung werden die Ergebnisse und der zugehörige Ergebnis-Report automatisiert zurückgeliefert. Beides steht im Datico® LIFE HUB zur weiteren Auswertung bereit und kann über den KIS Connector an das Klinikinformationssystem beziehungsweise die Patientenakte übergeben werden. So entsteht der vollständige Ablauf, den sich eine Klinik wünscht.
Die Anbindung folgt dem roten Faden der Datico® Data Value Chain: Daten werden angebunden (Data in Connection), in Erkenntnisse überführt (Data in Context), verständlich bereitgestellt (Data in Communication) und datenschutzkonform sowie herstellerunabhängig verwaltet (Data in Consistency).
Mehrwert durch Auswertung
Der eigentliche Nutzen entsteht durch die gemeinsame Auswertung. Im Datico® LIFE HUB können die Ergebnisse der Robotik-Therapie mit weiteren klinischen und funktionellen Parametern kombiniert werden.
Auf dieser Grundlage lassen sich Verläufe analysieren, Fortschritte über den gesamten Behandlungsverlauf nachvollziehen und Ergebnisse mit hinterlegten Referenzwerten vergleichen. So wird aus einzelnen Therapiesitzungen eine belastbare, verlaufsfähige Entscheidungsgrundlage.
Anwendung in der Praxis
Ein konkretes Projekt wurde im Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel in Wien realisiert. Dort wurde ein Armeo-System von Hocoma über den Device Connector bidirektional an den Datico® LIFE HUB angebunden.
Aus dem Datico® LIFE HUB heraus werden Aufträge an das Armeo-System gesendet; nach der Durchführung kommen die Ergebnisse und der Ergebnis-Report automatisiert zurück und werden an das KIS übergeben. So entsteht ein durchgängiger, effizienter Ablauf von der Auftragsvergabe über die Therapie bis zur klinischen Dokumentation.
Bedeutung für Kliniken und neurologische Rehabilitation
Für Kliniken und neurologische Rehabilitationseinrichtungen ist eine solche Anbindung besonders wertvoll: Robotergestützte Therapie liefert zentrale Kennzahlen zu Funktion, Fortschritt und Belastbarkeit. Werden diese Ergebnisse strukturiert im Datico® LIFE HUB zusammengeführt und in bestehende Klinikprozesse eingebunden, lassen sich Therapieverläufe objektiver dokumentieren und interdisziplinär bewerten.
Genau hier setzt das Modul Datico® Clinical Impact an: klinische Daten intelligent vernetzen und Therapieergebnisse verbessern.
Fazit
Die Anbindung von Hocoma zeigt, wie aus robotergestützter Rehabilitation ein durchgängig integrierter, automatisierter Prozess wird. Über die bidirektionale Schnittstelle zum Device Connector fordert Datico® Aufträge an, erhält Ergebnisse und Reports zurück und übergibt sie an das KIS.
So entsteht aus einzelnen Therapieergebnissen eine fundierte Entscheidungsgrundlage – ein konsequenter Schritt in Richtung Better Data. Better Decisions. Better Outcomes.
Häufige Fragen
Sind Hocoma-Systeme mit dem Datico® LIFE HUB kompatibel?
Ja. Hocoma-Systeme lassen sich über eine bidirektionale Schnittstelle an den Device Connector des Datico® LIFE HUB anbinden.
Der Begriff bidirektional ist dabei entscheidend: Datico® empfängt nicht nur Ergebnisse, sondern kann über Order-Entry auch aktiv Untersuchungen und Therapieaufträge an das Hocoma-System senden. Aus einem reinen Therapiesystem wird damit ein durchgängig integrierter Baustein des klinischen Ablaufs.
Was bedeutet die bidirektionale Anbindung bei Hocoma konkret?
Bidirektional bedeutet, dass Daten in beide Richtungen fließen – nicht nur aus dem Gerät heraus, sondern auch aktiv in das Gerät hinein.
Im Ablauf sieht das so aus:
- Über Order-Entry sendet der Datico® LIFE HUB konkrete Aufträge (Orders) an das Hocoma-System.
- Nach der Durchführung der Therapie beziehungsweise Messung erhält Datico® die Ergebnisse und den zugehörigen Ergebnis-Report automatisiert zurück.
- Über den KIS Connector können diese an das Klinikinformationssystem (KIS) beziehungsweise die Patientenakte weitergegeben werden.
So entsteht der durchgängige Ablauf von der Auftragsvergabe über die Therapie bis zur klinischen Dokumentation – ohne manuelle Übertragungen und Medienbrüche.
Welche Hocoma-Systeme können angebunden werden?
Grundsätzlich stehen die Rehabilitationsrobotik-Systeme von Hocoma im Fokus. Dazu gehören unter anderem:
- Lokomat (Gang & Balance)
- Armeo (Arm & Hand)
- Erigo (Frührehabilitation)
- Andago
Die konkrete Kompatibilität wird im jeweiligen Projekt geprüft, da sie von der Systemkonfiguration und den verfügbaren Schnittstellen abhängt. In einem realisierten Projekt im Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel in Wien wurde beispielsweise ein Armeo-System bidirektional an den Datico® LIFE HUB angebunden.
Werden auch die Ergebnis-Reports übergeben und ans KIS weitergeleitet?
Ja. Über die bidirektionale Schnittstelle werden sowohl die Messergebnisse als auch der Ergebnis-Report zurückgeliefert.
Im Datico® LIFE HUB stehen damit zwei Dinge parallel bereit: die diskreten Einzelwerte für weiterführende Auswertungen und der fertige Ergebnis-Report für die Übergabe an das KIS beziehungsweise die Patientenakte. Die Weitergabe erfolgt über den KIS Connector – als vollständige Dokumentation und ohne Medienbruch.
Für welche Einrichtungen ist die Anbindung besonders relevant?
Besonders relevant ist die Anbindung für Kliniken, Rehabilitationszentren und neurologische Rehabilitationseinrichtungen, die gerätegestützte Robotik-Therapie einsetzen und deren Ergebnisse strukturiert dokumentieren und weiterverarbeiten möchten.
Gerade in der neurologischen Rehabilitation liefert die robotergestützte Therapie zentrale Kennzahlen zu Funktion, Fortschritt und Belastbarkeit. Werden diese Ergebnisse im Datico® LIFE HUB zusammengeführt und in bestehende Klinikprozesse eingebunden, lassen sich Therapieverläufe objektiver dokumentieren und interdisziplinär bewerten. Genau hier setzt das Modul Datico® Clinical Impact an.
Ersetzt der Datico® LIFE HUB die Hocoma-Software?
Nein. Der Datico® LIFE HUB ersetzt die Hocoma-Systeme und -Software nicht, sondern ergänzt sie.
Hocoma bleibt die bewährte Lösung für die robotergestützte Therapie und Messung. Der Datico® LIFE HUB übernimmt die zentrale Zusammenführung, Auswertung und Weitergabe der Daten – bidirektional und automatisiert. Beide Systeme spielen also zusammen, statt sich zu ersetzen: Hocoma erzeugt die Therapie- und Bewegungsdaten, Datico® macht sie im übergreifenden klinischen Kontext nutzbar.
Welche Auswertungen ermöglicht Datico® mit Hocoma-Daten?
Der Datico® LIFE HUB ermöglicht Verlaufsanalysen, die Kombination mit weiteren klinischen und funktionellen Parametern sowie den Vergleich mit hinterlegten Referenzwerten.
Weil nicht nur der fertige Report, sondern auch die diskreten Einzelwerte vorliegen, lassen sich Fortschritte über den gesamten Behandlungsverlauf hinweg nachvollziehen und objektiv einordnen. So werden aus einzelnen Therapiesitzungen belastbare, verlaufsfähige Grundlagen für datenbasierte Entscheidungen in der neurologischen Rehabilitation – **Better Data. Better Decisions. Better Outcomes.**